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26.11.2012 | Gesundheit und Pflege

Ausbreitung der Syphilis im Land Bremen

Anfrage des Abgeordneten Timke in der Bürgerschaft (Landtag)


Ich frage den Senat:
 

  1. Wie hat sich die Zahl der registrierten Syphilisinfizierten in den Jahren 2009 bis 2012 im Land Bremen entwickelt (bitte nach Jahren und Geschlecht differenzieren)?
     
  2. In wie vielen Fällen wurde im oben genannten Zeitraum Beschäftigten wegen Syphilis die Berufsausübung gemäß § 31 des Infektionsschutzgesetzes ganz oder teilweise untersagt, und welche beiden Berufsgruppen waren von einem solchen Verbot besonders häufig betroffen?
     
  3. Was haben die zuständigen Behörden im Land Bremen in den letzten vier Jahren unternommen, um im Hinblick auf die Syphilis ihrer Pflicht zur Aufklärung der Öffentlichkeit nachzukommen, und welche Präventionsmaßnahmen werden aktuell umgesetzt, um einer Verbreitung dieser Infektionskrankheit entgegenzuwirken?


Jan Timke
BÜRGER IN WUT


Antwort des Senats (13.12.2012/Gesundheitssenator Hermann Schulte-Sasse)

Senator Schulte-Sasse: Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt:

Zu Frage 1: Die Zahl der Syphilis-Diagnosen steigt im Lande Bremen auf einem sehr niedrigen Niveau leicht an. 2009 wurden 38 Neuerkrankungen gemeldet, 45 im Jahr 2010, 52 im Jahr 2011 und 31 im ersten Halbjahr 2012. Der Anstieg betrifft vor allem Männer. Mindestens vier von fünf Syphilisfällen werden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei sexuellen Kontakten zwischen Männern übertragen. Bei Frauen ist die Diagnose extrem selten, neun Erkrankungen in drei Jahren.

Zu Frage 2: In keinem Fall wurde ein Verbot der Berufsausübung ausgesprochen. Bei einer Syphilisinfektion ist rechtzeitig medizinisch zu behandeln und über Ansteckungsrisiken aufzuklären. Ein berufliches Tätigkeitsverbot stellt keine sinnvolle Maßnahme gegen Syphiliserkrankungen dar, vielmehr stehen das konsequente Einhalten von Schutzmaßnahmen beim Geschlechtsverkehr und die Erreichbarkeit von nicht diskriminierenden Test- und Behandlungsmöglichkeiten im Vordergrund.

Zu Frage 3: Syphilis gehört zu den seit Langem bekannten sexuell übertragbaren Erkrankungen, den sogenannten STD. Aufklärung und Information zu diesen Erkrankungen ist bereits seit Jahren Bestandteil der Standardangebote der Beratungsstellen zu AIDS/ STD in den Gesundheitsämtern Bremen und Bremerhaven, der AIDS-Beratungsstelle des Rat & Tat Zentrums für Schwule und Lesben e. V., der Beratung von pro familia sowie der AIDS-Hilfe Bremen. Die Gesundheitsämter Bremen und Bremerhaven bieten Gruppen, die besonderen Infektionsrisiken ausgesetzt sind, kostenlose Tests auf Syphilis an und führen im Rahmen von Paragraf 19 Infektionsschutzgesetz auch die Behandlung durch. Sie führen darüber hinaus regelmäßig Streetwork mit Sexualarbeiterinnen durch. Bestandteil dieser Arbeit sind Information und Aufklärung zu allen relevanten sexuell übertragbaren Erkrankungen und deren Prävention. Das Rat & Tat Zentrum betreibt ebenfalls regelmäßig Streetwork und klärt zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen sowie über Schutzmöglichkeiten und Test- und Behandlungsmöglichkeiten auf. Um junge Menschen über die Risiken von HIV und Geschlechtskrankheiten zu informieren, beteiligt sich die AIDS/STD-Beratung des Gesundheitsamts Bremen an dem aufsuchenden Beratungsangebot „Pro.Meile“ auf der Bremer Discomeile, das psychosoziale und alkohol- und drogenkonsumspezifische Anteile und damit verbundene Infektionsrisiken in diesem Bereich abdeckt.

Soweit die Antwort des Senats!

Abg. Timke (BIW): Wenn man sich die Zahlen der Infizierten anschaut, dann kann man ja von einer Verdoppelung zwischen 2009 und 2012 sprechen. Sind Sie mit mir der Meinung, dass die Präventionsmaßnahmen offenbar nicht greifen und neu überdacht werden müssten?

Senator Dr. Schulte-Sasse: Verdoppelung? Meine Zahlen geben keine Verdoppelung her!

Abg. Timke (BIW): Von 2009 bis 2012 ist es eine Verdoppelung, denke ich, wenn im ersten Halbjahr schon die Zahl des Jahres 2009 erreicht worden ist.

Senator Dr. Schulte-Sasse: Dann müssen Sie anders formulieren! Wenn Sie nur das Jahr 2009 mit dem Jahr 2012 vergleichen, dann haben wir eine Verdoppelung, aber wir haben ja auch die Jahre dazwischen.

Abg. Timke (BIW): Dann ist ein weiterer Anstieg ja zu verzeichnen, also haben wir doch in dem Zeitraum eine Verdoppelung!

Senator Dr. Schulte-Sasse: Es ist ja in meiner Antwort dargelegt worden, dass wir auf der Ausgangsbasis von 2009 einen jährlichen leichten Anstieg haben.

Abg. Timke (BIW): Der, Herr Senator, zu einer Verdoppelung in 2012 führen wird!

Senator Dr. Schulte-Sasse: Bezogen auf 2009 ist die Aussage richtig.

Abg. Timke (BIW): Sind Sie mit mir der Auffassung, dass die Präventionsmaßnahmen anscheinend nicht gegriffen haben?

Senator Dr. Schulte-Sasse: Nein, das ist eine falsche Betrachtung! Ob Präventionsmaßnahmen greifen oder nicht, können Sie ja nicht aus solchen Zahlen ablesen, sondern die Basis für eine solche Aussage wäre eine Kenntnis über die Zahl der Grundgesamtheit, die solchen Risiken ausgesetzt ist.




 
 
 
 
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