Facebook Twitter Youtube

Klare Kante zeigen!


BIW
BIW
BIW
BIW

Herzlich willkommen

auf dem Internetportal
des Landesverbandes
Bremen der bundesweiten
Wählervereinigung
BÜRGER IN WUT.
Wir sind die neue
politische Kraft für
Bremen und Bremerhaven
Wir machen uns für eine
bürgerlich-konservative Politik der Vernunft stark


 
 
 

Anfragen

Die Anfragen der BIW-Abgeordneten in der Bremischen Bürgerschaft ab dem 12.06.2017 (Gruppe BIW) finden sich auf der Internetseite der Gruppe BÜRGER IN WUT.

« Zurück

24.10.2013 | Familie und Senioren

Schutz von Senioren vor unseriösen Handwerkerdiensten

Anfrage der Gruppe BÜRGER IN WUT in der Bürgerschaft (Landtag)


Ich frage den Senat:
 

  1. Was unternimmt der Senat, um ältere Menschen vor unseriösen Handwerker­diensten zu schützen, die in letzter Zeit verstärkt im Land Bre­men auch von Firmen angeboten werden, die bislang als absolut vertrauens­würdig galten?
     
  2. Welche Rolle könnte die Verbraucherzentrale Bremen aus Sicht des Senats bei der Aufklärung von Senioren zum Schutz vor solchen Handwerker­diensten spielen, der für diese Aufgabe nach eigener Aussage aber weder die erforderlichen finanziellen Mittel noch das Fachpersonal zur Verfügung steht?
     
  3. Inwieweit könnte die Handwerkskammer Bremen bei der Aufklärung von Se­nioren zum Schutz vor unseriösen Handwerkerdiensten mitwirken und wie bewertet der Senat in diesem Zusammenhang den Umstand, dass sich die Kammer bei Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Handwerksbe­trieben in der Vergangenheit wiederholt auf die Seite solcher Unternehmen gestellt hat, bei denen es sich nachweislich um „Schwarze Schafe“ gehandelt hat?


Dr. Martin Korol
und Gruppe BÜRGER IN WUT


Antwort des Senats (12.11.2013/Wirtschaftsstaatsrat Dr. Heiner Heseler)

Staatsrat Heseler: Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Fragen wie folgt:

Zu Frage 1: Im Land Bremen stehen für Beschwerden bei unseriösen Handwerkerdiensten mit der Handwerkskammer Bremen - also auch im Falle von nicht zulassungs- beziehungsweise anzeigepflichtigen Gewerben - und mit der Verbraucherzentrale Bremen eine ausreichende An-zahl von Anlaufstellen zum Schutz vor unseriösen Handwerkerdiensten zur Verfügung. Des Weiteren verfolgt die Kriminalpolizei angezeigte Delikte nicht nur, sondern ist auch präventiv mit intensiver Aufklärungsarbeit, gerade auch für ältere Menschen, befasst. Im Übrigen ist nicht erkennbar, dass in Bremen in letzter Zeit vermehrt seriöse Bremer Handwerksbetriebe unseriös geworden sind. Die Probleme treten weniger mit in Bremen niedergelassenen, sondern vielmehr mit sogenannten Handwerkern auf, die an der Haustür klingeln.


Zu Frage 2: Die selbständige Ausübung eines Handwerks oder handwerksähnlichen Gewerbes ist nach der Handwerksordnung nur den bei der Handwerkskammer registrierten Betrieben gestattet. Soweit Beschwerden über Betriebe vorgetragen werden, die nicht Mitglied der Handwerkskammer sind, kann und darf die Handwerkskammer nicht beratend tätig werden und verweist Ratsuchende hier deshalb an die Verbraucherzentrale. Die Verbraucherzentrale verfügt sehr wohl über Fachpersonal für die einschlägige Aufklärung und Beratung im Bereich Handwerkerleistungen, auch für die Zielgruppe Senioren. Betroffenen Senioren oder Seniorinnen steht wie allen anderen Verbraucherinnen die Verbraucherrechtsberatung der Verbraucherzentrale zur Verfügung.

Zu Frage 3: Zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Handwerksbetrieben unterhält die Handwerkskammer Bremen eine Schlichtungsstelle. Diese behandelt derartige Beschwerden unter der Moderation eines zum Richteramt befähigten unparteiischen Vorsitzenden. Die Beteiligung erfolgt auf freiwilliger Basis aller Beteiligten und kann jederzeit aufgehoben werden. In der Praxis erspart sie Verbrauchern häufig den Gang zum Gericht.

Soweit die Antwort des Senats!

Abg. Dr. Korol (BIW): Herr Staatsrat, könnten Sie sich vorstellen, dass Sie von der Sache her Recht haben, aber dass das Gefühl bei vielen Seniorinnen und Senioren in Bremen ein anderes ist?

Staatsrat Dr. Heseler: Ja, ich kann mir das zwar vorstellen, aber ich möchte Ihnen dennoch sagen, dass auch bei Seniorinnen und Senioren nicht das Problem der unseriösen Handwerksdienstleistungen im Vordergrund steht. Probleme entstehen häufig - aber auch nicht nur bei Seniorinnen und Senioren -, zum Beispiel mit Telekommunikationsanbietern, also bei Leistungen, die über Telefon angeboten werden, bei Kaffeefahren und ähnlichen Themen. Uns ist nicht bekannt, auch wenn Sie „nachweislich“ schreiben, dass Handwerksbetriebe verstärkt unseriöse Handwerksleistungen anbieten. Also, insofern glaube ich, das Gefühl bei Seniorinnen und Senioren ist ein anderes, dass sie manchmal in schwierige Situationen kommen, nicht so sehr von Handwerksdienstleistungen, sondern von anderen Anbietern, die unseriös sind, vielleicht manchmal auch nicht rechtmäßig handeln.

Abg. Dr. Korol (BIW): Wären Sie offen für weitere Nachweise in diese Richtung?

Staatsrat Dr. Heseler: Ja, sicher! Wir beziehungsweise die Verbraucherzentrale und die Handwerkskammern sind natürlich jeder Zeit für Hinweise dankbar. Wir sehen hier auch nicht, dass die Handwerkskammer Bremen nicht sachgemäß arbeitet. Ich will auch darauf hinweisen, in Ihrer Frage wird der Eindruck suggeriert, die Handwerkskammer arbeite nachweislich mitschwarzen Schafen zusammen. Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Das würde den Ruf der Handwerkskammer und auch den der Handwerker beschädigen; insofern glaube ich nicht, dass das ein großes Problem ist.
 




 
 
 
 
  • BIW-TV

    BIW-Kandidat Hinrich Lührssen im buten un binnen-Wahllokal am 8. Mai 2019

    mehr mehr

 

Verteiler

Informationsverteiler der BIW

Jetzt anmelden!