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16.10.2014 | Innere Sicherheit

Gewalt an Schulen

Anfrage der Gruppe BÜRGER IN WUT in der Bürgerschaft (Landtag)


Wir fragen den Senat:
 

  1. Wie viele gewalttätige Übergriffe an Schulen im Land Bremen (einschließlich Berufsschulen) durch Schüler hat es im Jahre 2013 gegeben und wie hat sich diese Zahl seit 2010 entwickelt (bitte getrennt nach Jahren ausweisen)?
     
  2. Wie viele dieser Übergriffe richteten sich 2013 jeweils gegen Schüler, Lehrer bzw. pädagogisches Hilfspersonal und andere Personen (bitte getrennt nach Gruppen ausweisen)?
     
  3. Wie verfährt der Senat mit gewaltauffälligen Schülern und welche Präventionsmaßnahmen werden allgemein ergriffen, um Gewalt an Schulen im Land Bremen einzudämmen?


Jan Timke
und Gruppe BÜRGER IN WUT


Antwort des Senats (19.11.2014/Staatsrat Gerd-Rüdiger Kück, Bildungsressort)

Staatsrat Kück: Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Fragen wie folgt:

Zu Frage 1: Gewalttätige Übergriffe an Schulen werden durch das Meldesystem „Besondere Vor­kommnisse an Schulen“ von der Schulleitung an die Schulaufsicht gemeldet. Eine regelmäßige Erfassung dieser besonderen Vorkommnisse gibt es seit August 2013 in der Stadtgemeinde Bremen; in der Stadtgemeinde Bremerhaven findet keine Erfassung statt. Die dem Senat vorliegenden Zahlen aus vorherigen Jahrgängen sind nur bedingt aussagekräftig.

Aus den dem Senat vorliegenden Zahlen ergibt sich, dass im Jahr 2010 drei, im Jahr 2011 sieben, im Jahr 2012 elf und im Jahr 2013 zehn von Schülerinnen und Schülern oder dem Schulpersonal verübten Gewalttaten an Schulen registriert wurden.

Zu Frage 2: Die in 2013 registrierten Gewalttaten durch Schülerinnen und Schüler in der Stadt­gemeinde Bremen richteten sich in sechs Fällen gegen Schülerinnen oder Schüler und in drei Fällen gegen das Schulpersonal. In einem Fall richtete sich die Gewalt gegen Angehörige beider Personengruppen.

Zu Frage 3: Besondere Vorkommnisse an Schulen, die im Zusammenhang mit Gewalt stehen, lassen sich in der Regel nur im Kontext ihrer jeweiligen Bedingungsfaktoren verstehen. Ratsuchende Schulen – insbesondere die Zentren für unterstützende Pädagogik –, einzelne Lehrkräfte, schulische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, betroffene Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien können sich an die Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren (ReBUZ) wenden, um Unter­stützung und Beratung zu erhalten. In diesem Zusammenhang wirken die Schul­sozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter an den Schulen in Bremen und Bremerhaven mit.

Bereits in der Studie zu „Gewalt und Delinquenz junger Menschen“ vom August 2013 wurde ein Zusammenhang zwischen delinquentem Verhalten und Schulvermeidung von Schülerinnen und Schülern aufgezeigt. Bremen und Bremerhaven legen daher großen Wert auf die Reduzierung von Schulvermeidung als präventive Maßnahme im Zuge der Eindämmung von Jugendkriminalität. Die frühe und der Situation ange­messene Intervention sowie der Kontakt mit den Erziehungsberechtigten stehen im Vordergrund.

Zudem wurden in Bremen das ressortübergreifende Handlungskonzept „Stopp der Jugendgewalt“ sowie die „Lenkungsgruppe Schule“ etabliert, in der sich die Ressorts für Bildung, Jugend, Justiz und Inneres regelmäßig mit Vertretungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft, der Schulen und anderen Behörden treffen, um bei Bedarf Maßnahmen abzustimmen.

Ab dem zweiten Schulhalbjahr 2014/15 wird an zehn Schulstandorten das Projekt „Boxen-stopp“ durchgeführt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ReBUZ in Kooperation mit einem externen Träger unterstützen dabei Schulen in der Inter­vention nach Gewaltereignissen.

Im Rahmen des Handlungskonzeptes „Stopp der Jugendgewalt“ wurde zudem im Mai 2014 zwischen dem ReBUZ Ost und der Fachstelle für Gewaltprävention Bremen eine Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit getroffen. Demnach besteht die Möglichkeit für die ReBUZ, Trainingsmaßnahmen der Fachstelle in Anspruch zu nehmen. Schülerinnen und Schüler, die durch den Schulbesuch die Sicherheit von Menschen erheblich gefährden oder den Schulbetrieb nachhaltig und schwer beeinträchtigen, können vorübergehend in einer schulersetzenden Maßnahme der ReBUZ beschult oder der Schule an der Fritz-Gansberg-Straße zugewiesen werden. Dabei gilt als Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler perspektivisch in die allgemeinbildende Schule zurückgeführt werden.

Soweit die Antwort des Senats!

Abg. Timke (BIW): Sie haben eben ausgeführt, dass es im letzten Jahr drei Übergriffe gegen Schulpersonal gab. Wissen Sie vielleicht aus Ihrer Erinnerung, ob einer der drei Schüler, der das Personal angegriffen hat, oder vielleicht auch alle drei Schüler, mittlerweile im ReBUZ beschult werden, also aus der normalen Schule herausgenommen worden sind?

Staatsrat Kück: Zunächst einmal gilt es ja, dass wir die Schüler auch im allgemeinbildenden System halten und durch entsprechende Unterstützung in der allgemeinbildenden Schule auch weiterhin versuchen, einen Schulbesuch zu organisieren. Inwieweit jetzt ganz konkret eine Person im ReBUZ beschult wird, kann ich Ihnen nicht beantworten.

Abg. Timke (BIW): Wären Sie bereit, die Antwort nachzureichen?

Staatsrat Kück: Ja, gern!

 




 
 
 
 
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