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13.09.2016 | Bildung und Erziehung

Analphabeten im Land Bremen

Anfrage des Abgeordneten Timke in der Bürgerschaft (Landtag)


Ich frage den Senat:
 

  1. Wie viele Analphabeten gibt es derzeit im Land Bremen und wie hat sich deren Zahl im Zeitraum zwischen dem 01.01.2012 und dem 30.06.2016 entwickelt (bitte getrennt nach Jahren sowie nach Bremen und Bremerhaven ausweisen?
     
  2. Wie viele der Analphabeten im Land Bremen haben mindestens eine ausländische Staatsangehörigkeit und woher kommen diese Menschen (bitte die fünf wichtigsten Herkunftsländer nennen)?
     
  3. Was unternimmt der Senat, um den Analphabetismus im Land zu bekämpfen und wie hoch sind die Mittel, die dafür in den Jahren 2010 bis 2015 aufgewendet wurden (bitte getrennt nach Jahren ausweisen)?


Jan Timke
BÜRGER IN WUT


Antwort des Senats (22.09.2016/Staatsrat Frank Pietrzok, Bildungsressort)

Staatsrat Pietrzok: Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt:

Zu Frage 1: Daten über die im Land Bremen lebenden Analphabetinnen und Analphabeten werden nicht erhoben. Im Rahmen einer bundesweit durchgeführten Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2011 – das ist die leo.-Level-One-Studie – wurde die Gesamtzahl der in Deutschland lebenden sogenannten funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten im Alter von 18 bis 64 Jahren auf rund 7,5 Millionen Personen geschätzt.

Den Berechnungen der Studie zufolge leben in Bremen etwa 60.700 davon. Als funktionale Analphabetinnen und Analphabeten werden Personen bezeichnet, die nicht ausreichend lesen oder schreiben können. Da diese Personengruppe oftmals mit Vorurteilen und Stigmatisierung konfrontiert wird, stellt sich ein offener Umgang mit diesem Thema als schwierig dar.

Zu Frage 2: Wie unter Frage eins erläutert, erfolgt hierzu keine Datenerfassung. Somit kann auch keine Aussage über den Personenkreis der Analphabetinnen und Analphabeten ausländischer Staatsangehörigkeit getroffen werden. Durch Zuwanderung aus Herkunftsländern mit nichtlateinischen Schriften gibt es aktuell vermehrt Personen, die im Zuge des Deutscherwerbs in der lateinischen Schrift alphabetisiert werden: Zweitschriftlernende.

Zu Frage 3: Unter Federführung des Bildungsressorts gründete sich im Jahr 2012 die Arbeitsgruppe Alphabetisierung und Grundbildung, die ein ressortübergreifendes „Bremer Konzept für Alphabetisierung und Grundbildung“ entwickelt hat. An der Arbeitsgruppe beteiligt sind unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Senators für Kultur, des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, der Senatorin für Finanzen, der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz sowie der Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport.

Ebenfalls im Jahr 2012 gründete sich das Bremer Bündnis für Alphabetisierung und Grundbildung.

Mehr als 20 Organisationen und Einrichtungen aus Bremen und Bremerhaven haben sich darin auf gemeinsame Ziele verständigt. Ein jährlich erscheinender Deputationsbericht stellt zudem die Maßnahmen und Projekte der anerkannten Weiterbildungseinrichtungen sowie Bündnispartner dar.

Im Jahr 2014 wurden für Alphabetisierung beziehungsweise Zweitschrift-Alphabetisierung durch die nach dem Weiterbildungsgesetz anerkannten Einrichtungen insgesamt rund 340 000 Euro, im Jahr 2015 circa 991 000 Euro eingesetzt. Die Mittel speisen sich aus Landes- und kommunalen Mitteln, Mitteln des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, EU-Mitteln, Teilnehmendenentgelten und sonstigen Mitteln. Für die Jahre 2010 bis 2013 liegen keine Daten vor. Der starke Anstieg im Jahr 2015 ist insbesondere auf den Mitteleinsatz des BAMF im Rahmen der Integrationskurse zurückzuführen.

– Soweit die Antwort des Senats!

Abg. Timke (BIW): Herr Staatsrat, Sie führten eben aus, dass es eine Arbeitsgruppe und das Bremer Bündnis gebe. Aber was es nicht gibt, sind offenbar verlässliche, selbst erhobene Zahlen zu diesem Problemkomplex. Sind Sie mit mir der Auffassung, dass man im Land Bremen – wie auch in anderen Bundesländern – vielleicht dazu übergehen sollte, hierzu verlässliche Daten zu erheben?

Staatsrat Pietrzok: Ich weise darauf hin, dass es naturgemäß besonders schwierig ist, im Hinblick auf die Problematik des Analphabetismus Zahlen zu erheben. Insofern sind wir immer auf Informationen angewiesen, aus denen Rückschlüsse auf die Entwicklung der Zahlen gezogen werden können. Das geht Bremen genauso wie anderen Bundesländern.




 
 
 
 
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