Facebook Twitter Youtube

Klare Kante zeigen!


BIW
BIW
BIW
BIW

Herzlich willkommen

auf dem Internetportal
des Landesverbandes
Bremen der bundesweiten
Wählervereinigung
BÜRGER IN WUT.
Wir sind die neue
politische Kraft für
Bremen und Bremerhaven
Wir machen uns für eine
bürgerlich-konservative Politik der Vernunft stark


 
 
 

Anfragen

Die Anfragen der BIW-Abgeordneten in der Bremischen Bürgerschaft ab dem 12.06.2017 (Gruppe BIW) finden sich auf der Internetseite der Gruppe BÜRGER IN WUT.

« Zurück

27.01.2011 | Innere Sicherheit

Anstieg der Wohnungseinbrüche im Land Bremen

Anfrage des Abgeordneten Timke in der Bürgerschaft (Landtag)


Ich frage den Senat:
 

  1. In welchen drei Stadtteilen Bremens und Bremerhavens ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im zweiten Halbjahr 2010 gegenüber der ersten Jahreshälfte gemessen am Durchschnitt besonders stark gestiegen, und wie hoch war dieser Anstieg in Prozent?
     
  2. Hat das Innenressort auf diese Entwicklung durch eine Aufstockung des Personals bei der Polizei reagiert, und wenn ja, aus welchen Bereichen wurden Beamte zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität abgezogen?
     
  3. Warum ist es aus Sicht des Senats gerade in den unter 1. genannten Stadtteilen zu einem so deutlichen Anstieg der Wohnungseinbrüche gekommen, und welche Erkenntnisse hat der Senat über die Täter bzw. Tätergruppen?


Jan Timke
BÜRGER IN WUT


Antwort des Senats (23.02.2011/Innensenator Ulrich Mäurer)

Senator Mäurer: Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt:

Zu Frage 1: Die Anstiege betrugen im Bereich des Polizeireviers Lehe 49 Fälle oder 56,3 Prozent, Leherheide 39 Fälle oder 66,1 Prozent und Geestemünde 61 Fälle oder 78,2 Prozent.

Zu Frage 2: Ein erheblicher Teil der Wohnungseinbrüche wird von Betäubungsmittelkonsumenten begangen. Im Rahmen von Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf eine in Bremerhaven ansässige, jedoch auch überörtlich agierende Tätergruppe. Drei der vier mutmaßlichen Haupttäter befinden sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft. Seit Oktober 2010 ist eine „Ermittlungsgruppe Einbruch“ eingesetzt. Durch Schwerpunktmaßnahmen konnten eine Reihe von Einzeltätern sowie Tätergruppen ermittelt werden.

Zu Frage 3: Dem Land Bremen sind im Jahr 2010 bei Wohnungseinbrüchen der Polizei bekannt gewordene Schäden in Höhe von 6 232 697 Euro entstanden.

Soweit die Antwort des Senats!

Abg. Timke (BIW): Herr Senator, habe ich Sie richtig verstanden, dass die höchste Steigerung nur in Bremerhaven bei den Wohnungseinbrüchen zu verzeichnen war? In Bremen ist keine ähnliche Größenordnung zu verzeichnen gewesen?

Senator Mäurer: Nein, wir haben so etwas nicht. Das zeigt aber natürlich auch die Absurdität Ihrer Fragestellung. Ich könnte Ihnen auch Ergebnisse aus Bremen vorlesen, zum Beispiel wenn Sie gefragt hätten, wo die Einbruchsdiebstähle zurückgegangen sind. Da habe ich wunderbare Zahlen. Mein Stadtteil Findorff – –.

Abg. Timke (BIW): Das können Sie ja von Ihrer Partei fragen lassen. Das ist ja gar kein Problem.

Senator Mäurer: Wir haben ein Beispiel, um das einmal deutlich zu machen, was es heißt, mit diesen Zahlen hier herumzuspringen. Findorff von 131 – –.

Abg. Timke (BIW): Das war nicht meine Frage, Herr Senator!

Senator Mäurer: Ich darf aber das antworten, was ich Ihnen sagen wollte! Können Sie mich bitte aussprechen lassen, wenn Sie etwas fragen! Ich werde auf Ihre Dinge zurückkommen. Wir haben in diesem Bereich einen Rückgang von 131 auf 54, im Bereich Schwachhausen von 159 auf 84, in Bereich Walle von 205 auf 117.

(Abg. Timk e [BIW]: Was ist in Bremen-Nord?)

Senator Mäurer: Was sagt uns das? Das sagt uns nämlich überhaupt nichts! Das hängt einfach damit zusammen, dass es in diesem Bereich Schwankungen gibt, die einfach darauf zurückzuführen sind, dass es ausreicht, dass ein oder zwei Intensivtäter irgendwo zuschlagen, und dann springt diese Statistik, wie ich sie für Lehe und Leherheide vorgelesen habe, so nach oben. Im nächsten Jahr, wenn sie inhaftiert sind, ist das Problem gelöst. Deswegen ist diese Fragestellung absurd, und das wollte ich an dieser Stelle nur einmal gesagt haben.

Abg. Timke (BIW): Herr Senator, bei einer Steigerung von 78 Prozent innerhalb eines Jahres von ein oder zwei Intensivtätern zu sprechen, finde ich schon sehr gewagt. Ich habe aber natürlich eine Zusatzfrage. Wissen Sie denn, wie die Steigerung in Bremen-Nord war? Haben Sie da auch Zahlen vorliegen, und können Sie diese sagen?

Senator Mäurer: Ich habe jetzt nicht alle im Kopf. Auch da gibt es durchaus Stadtteile, Polizeireviere, wo es einmal einen Anstieg um 20 bis 30 Einbrüche innerhalb von wenigen Monaten gibt. Mit dem Ergreifen der Täter ist dieses Problem meistens gelöst. Wenn Sie einen Blick auf die Statistik werfen, sehen Sie insgesamt, dass dies immer hinauf und hinunter geht, das heißt, das hängt auch mit den Jahreszeiten zusammen. Das ist teilweise reiner Zufall, dass wir hier für Bremerhaven diese Ergebnisse haben. Wenn Sie anders gefragt hätten, hätten Sie auch eine andere Antwort bekommen.

Abg. Timke (BIW): Herr Senator, Sie waren ja kürzlich in Bremen-Nord und haben dort auch an einer Veranstaltung zum Thema Wohnungseinbrüche teilgenommen. Können Sie noch einmal kurz skizzieren, welche Maßnahmen konkret in Bremen-Nord unternommen werden, um gerade in diesem Deliktbereich eine Senkung der Zahlen herbeizuführen?

Senator Mäurer: Auch für Bremen-Nord gilt, was ich da gesagt habe. Bremen-Nord ist nicht das Palermo des Nordens.

(Abg. Timke [BIW]: Das sehen andere anders!)

Wir haben es in Bremen-Nord in der Tat mit einer vorübergehenden Erscheinung im Bereich Blumenthal zu tun gehabt. Durch den Einsatz einer Ermittlungsgruppe sind diese Verfahren deutlich nach unten gegangen, und ich sage es noch einmal: Es macht überhaupt keinen Sinn, Zahlen von einigen Wochen herauszunehmen und sie zum Gegenstand der Beobachtung zu machen. Schauen Sie sich die Zahlen insgesamt an, da werden Sie feststellen, dass zwischen den Jahren 2009 und 2010 die Zahl der Wohnungseinbrüche in Bremen deutlich nach unten gegangen ist! Wir haben einen Rückgang von über 600 Verfahren. Das zählt und nicht, dass man in einem kleinen Mosaikstein nur einen kleinen Anstieg findet. Das ist einfach abwegig.

Abg. Timke (BIW): Herr Senator, nun liegen auch die Zahlen für Leherheide vor. Sie haben das gerade gesagt. In Leherheide ist nun die Diskussion um die Nachtschließungen der Polizeireviere derzeit auf der Tagesordnung. Sind Sie der Auffassung, dass auch Nachtschließungen von Polizeirevieren dazu führen können, dass die Kriminalität in dem speziellen Stadtteil steigt?

Senator Mäurer: Wissen Sie, dass ich für die Leherheide gar nicht zuständig bin?

(Abg. Timk e [BIW]: „Sind Sie der Auffassung“ habe ich gefragt!)

Könnten Sie sich vorstellen, dass man diese Fragen in Bremerhaven diskutiert?

Abg. Timke (BIW): Herr Senator, ich weiß das, ich wollte nur Ihre Einschätzung haben. Sie sind also nicht meiner Auffassung?

Senator Mäurer: Wie gesagt, es geht nicht darum, das Handeln des Oberbürgermeisters in Bremerhaven zu kommentieren. Er ist zuständig.


Videomitschnitt der Anfrage

https://www.youtube.com/watch?v=sBxI87xgRww




 
 
 
 
  • BIW-TV

    BIW-Kandidat Hinrich Lührssen im buten un binnen-Wahllokal am 8. Mai 2019

    mehr mehr

 

Verteiler

Informationsverteiler der BIW

Jetzt anmelden!