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23.02.2012 | Drogen und Sucht

Methadon-Substitution im Land Bremen

Anfrage des Abgeordneten Timke in der Bürgerschaft (Landtag)


Ich frage den Senat:
 

  1. Wie viele Personen erhalten im Land Bremen derzeit die Ersatzdroge Methadon im Rahmen entsprechender Substitutionsprogramme und bei wie vielen dieser Personen leben Kinder im Haushalt?
     
  2. Wie viele Teilnehmer an Bremischen Substitutionsprogrammen dürfen die ausgegebenen Ersatzdrogen wie z.B. das Präparat Methaddict zu Hause verwenden und wie hat sich die Zahl dieser Berechtigten in den letzten drei Jahren entwickelt?
     
  3. In welchem Umfang sind Methadon und andere Drogen-Ersatzstoffe, die an Teilnehmer von Substitutionsprogrammen im Land Bremen ausgegeben wurden, nach den Erkenntnissen des Senats auf dem Schwarzmarkt auch außerhalb des Gebiets der Freien Hansestadt Bremen angeboten worden?


Jan Timke
BÜRGER IN WUT


Antwort des Senats (21.03.2012/Staatsrat Dr. Joachim Schuster, Gesundheitsressort)

Staatsrat Dr. Schuster: Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt:

Zu Frage 1: Irrtümlicherweise wird in den Fragen von „entsprechenden Substitutionsprogrammen“ ausgegangen.Richtig ist jedoch, dass die Substitutionsbehandlung zu circa 85 Prozent, circa 1 600 Personen, durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und nicht in Substitutionsprogrammen durchgeführt wird. Die Ärzteschaft ist nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der vertragsärztlichen Versorgung gehalten, den Hilfebedarf im Rahmen der psychosozialen Betreuung durch eine Drogenberatungsstelle ermitteln zu lassen. Die entsprechende Hilfe wird dann von der Drogenberatungsstelle angeboten oder vermittelt. Die drei Substitutionsprogramme – Frauen, Altfixer, Überbrückungssubstitution –, in denen die medizinische Behandlung integriert mit substitutionsbegleitenden Hilfen jeweils an einem Ort stattfinden, versorgen in Bremen circa 130 Personen. Circa 150 Inhaftierte werden in der JVA substituiert. Laut Substitutionsregister wurden im Land Bremen zum Stichtag 1. Oktober 2011 insgesamt 1 877 Personen substituiert. Soweit im Rahmen vereinbarter Verfahren bereits zentrale Daten erfasst wurden, sind den Jugendämtern Bremen und Bremerhaven, Stichtag 1. Februar 2012, bisher 77 Haushalte bekannt, in denen Kinder leben. Eine Meldepflicht substituierender Ärzte über Patientinnen oder Patienten mit minderjährigen Kindern im Haushalt gegenüber der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe besteht nicht, da es hierfür keine Rechtsgrundlage gibt.

Zu Frage 2: Zu diesem Sachverhalt liegen keine Daten vor, da in Paragraf 5 a Absatz 2 der Betäubungsmittel- Verschreibungsverordnung, BtMVV, für die Dokumentation lediglich festgelegt ist, welches Substitutionsmittel eingesetzt wird, und nicht, ob es in der Praxis unter Sicht vergeben oder als Take-Home verordnet wird. Unabhängig hiervon fordert die Kassenärztliche Vereinigung Bremen ab dem 1. Januar 2012 von den verordnenden Ärztinnen und Ärzten eine gesonderte Kennzeichnung der Take-Home-Verordnungen.

Zu Frage 3: Konkrete Zahlen im Rahmen der polizeilichen Kriminalstatistik liegen zu diesem Deliktfeld nicht vor, da der Handel mit Drogenersatzstoffen nicht explizit erfasst wird. Nach Erkenntnissen der Polizei in Bremen wurde im Jahr 2011 in zwei Fällen der Handel mit geringen Mengen von Drogenersatzstoffen nachgewiesen. In Bremerhaven liegen dazu keine Erkenntnisse vor. – Soweit die Antwort des Senats!

Abg. Timke (BIW): Anlass meiner Frage war ja der traurige Fall der elfjährigen Chantal in Hamburg, die bei offensichtlich drogenabhängigen Pflegeeltern untergebracht war. Welche Vorkehrungen trifft denn der Senat, also die zuständigen Behörden im Land Bremen, dass sich so etwas in Bremen nicht wiederholt?

Staatsrat Dr. Schuster: Das geht zwar deutlich über die Anfrage hinaus, ich kann Ihnen aber gern sagen, wir haben ein ausgefeiltes Kinder- und Jugendschutzsystem hier in Bremen, indem wir gerade in Bezug auf Pflegeeltern eine eingehende Prüfung über den Träger PiB, Pflegekinder in Bremen, vornehmen lassen. Damit kann zwar sicherlich nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, dass auch Pflegeeltern das Amt belügen, wir haben aber da keinen Anlass zu vermuten, dass dies systematisch passiert. Damit ist eine gute Kontrolle und Unterstützung der Pflegeeltern hier in Bremen gewährleistet.


Videomitschnitt der Anfrage

https://www.youtube.com/watch?v=sc5TbUkgAt0




 
 
 
 
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