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13.11.2010 | Innere Sicherheit

Anfrage der BÜRGER IN WUT zu den „Mongols“

Innensenator Mäurer verharmlost Gefahren durch kriminelle Rocker

Mitte Oktober ist durch Presseveröffentlichungen bekannt geworden, daß der Motorradclub „Mongols“ ein eigenes „Chapter“ in Bremen eröffnet hat. Die „Mongols“ wurden 1969 von hispanischen Zuwanderern in Kalifornien gegründet und gelten in den USA als besonders brutal und skrupellos. Hierzulande sind die „Mongols“ bislang nur in zwei Bundesländern aktiv: In Baden-Württemberg und eben in Bremen. An der Weser werden die Mongols Polizeiangaben zufolge vor allem von Angehörigen der kurdisch-arabischen Großfamilie M. getragen. Denen geht es allerdings weniger um den Motorradsport als vielmehr um ihre verbrecherischen Aktivitäten. Viele Mitglieder des Clans werden der Organisierten Kriminalität zugerechnet. 2.600 Angehörige zählt die zu den Mhallamiye-Kurden gehörende Sippe, gegen die Hälfte von ihnen ist bereits polizeilich ermittelt worden. 66 gelten als Top-Täter, sind also schwerkriminelle Verbrecher.

Mit den „Mongols“ will sich der Clan, der den Rauschgiftmarkt in Bremen beherrscht, nach Erkenntnissen der Polizei neue Absatzwege und Geschäftsfelder erschließen. Durch diese Expansion sind Revierstreitigkeiten der „Mongols“ mit den verfeindeten „Hell’s Angels“ vorprogrammiert, die ebenfalls in die Organisierte Kriminalität verstrickt sind und Bremen als ihr Terrain betrachten. Das hatten die „Hell’s“ vor einigen Jahren nach einem blutigen Konflikt mit den ebenfalls verfeindetet „Bandidos“ erobert. Mit dem Erscheinen der „Mongols“ sehen Sicherheitsexperten nun die Gefahr eine neuen Rockerkriegs an der Weser heraufziehen, dem auch unbeteiligte Personen zum Opfer fallen könnten. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dann würde eine die Konfrontation zwischen beiden Gangs wohl auch andere Bundesländer erfassen und damit die Lage bundesweit eskalieren.

Diese besorgniserregende Entwicklung haben die BÜRGER IN WUT zum Anlaß für eine Anfrage an den Senat der Freien Hansestadt Bremen genommen, die Jan Timke am 10. November 2010 in der Bremischen Bürgerschaft stellte. Wir wollten wissen, wie die Landesregierung die Gründung der „Mongols“ mit Blick auf die Innere Sicherheit in Bremen bewertet und welche Rolle Angehörige der Großfamilie M. im Bremer Chapter des Clubs spielt.

Glaubt man dem zuständigen Innensenators Ulrich Mäurer, der die Fragen von Jan Timke beantwortete, dann ist alles halb so schlimm: Der Club, so Mäurer, befinde sich in der Gründungsphase und habe erst fünf Mitglieder sowie bis zu zehn gelegentliche Unterstützer. Zwei der fünf Mitglieder seien polizeibekannte Mitglieder des Kurdenclans, wobei sich Mäurer aber darüber ausschweigt, wie viele der Unterstützer der „Mongols“ diesem Umfeld zuzurechnen sind. Negative Auswirkungen auf die Sicherheitslage seien nicht zu erwarten.

Das sieht man in Polizeikreisen der Hansestadt ganz anders. Hier geht man davon aus, daß es „richtig kracht“, sollten die „Hell’s Angels“ und die „Mongols“ in Bremen aneinandergeraten, so die Aussage eines Experten gegenüber dem „Weser-Kurier“. Doch Mäurer will diese Gefahr nicht sehen, zumindest nicht offiziell. Anlaß für kritische Nachfragen gibt auch die vom Senator genannte Mitgliederzahl der „Mongols“: Nach Recherchen des „Spiegel“ gehören dem Bremer Chapter des Motorradclubs nicht bloß fünf, sondern zwei Dutzend Personen an, die allesamt aus der Großfamilie M. stammen sollen. Ist die Bremer Innenbehörde nur unzureichend über die tatsächliche Stärke der Rockerbande unterrichtet? Oder hat Senator Mäurer gegenüber Parlament und Öffentlichkeit bewußt falsche Angaben gemacht, um die bedrohliche Lage zu beschönigen?

Auffallend ist zudem, daß der Innensenator erst auf mehrfache Nachfrage von Jan Timke eingeräumt hat, daß die „Mongols“ nicht nur in der Stadt Bremen, sondern auch in Bremerhaven aktiv geworden sind, und zwar im Umfeld der dortigen Rotlichtszene. Offenbar versucht die Gang, auch in diesem Milieu Fuß zu fassen. Ein weiteres beunruhigendes Signal. Die Gruppe BÜRGER IN WUT in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung wird nun mit einer Anfrage an den Magistrat der Seestadt klären, welche Erkenntnisse der dortigen Polizei über die Aktivitäten der „Mongols“ vorliegen.

Daß Ulrich Mäurer die Gefahren im Zusammenhang mit den neugegründeten „Mongols“ und einem drohenden Rockerkrieg an der Weser in der Öffentlichkeit verharmlost, hat einen guten Grund: In wenigen Monaten finden in Bremen Landtags- und Kommunalwahlen statt. Schlagzeilen in der Presse über ein Ausufern des Organisierten Verbrechens und die mögliche Eskalation der Bandenkriminalität mit Gewaltexzessen, Verletzten oder gar Toten sind das letzte, was Mäurer und die rot-grüne Koalition jetzt brauchen können. Denn die dadurch ausgelöste öffentliche Diskussion gefährdete nicht nur die Wahlchancen der Regierungsparteien, sondern auch die Position von Ulrich Mäurer als Innensenator, der sich den Bürgern gerne als sicherheitspolitischer Hardliner verkauft. Deshalb kann nicht sein, wenn nicht sein darf. Hinter den Kulissen freilich sind die Bremer Sicherheitsbehörden sehr viel besorgter, als ihr oberster Dienstherr aus Gründen der politischen Opportunität zuzugeben bereit ist.




 
 
 
 
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